Thomas Franke liest Scheußlichkeiten

Wie der Mensch sein monatliches Taschengeld verdient
und es im Handumdrehen wieder verliert

(Der Mime Thomas Franke befindet sich schon wieder einmal auf der Höhe seiner Zeit, wenn er mit spezialistisch ausgesuchtem literarischen Material Existenzgründungsideen entwirft sowie Lebenshilfe erteilt.)


Und noch einmal: Wer kennt sie nicht, die Erzählung von der vernachlässigten, betrogenen Ehefrau, die ihren ungetreuen Angetrauten mit einer gefrorenen Lammkeule erschlägt, welches Corpus Delicti sie - aufgetaut und schmacksenhaft zubereitet - mit dem in diesem Mordfall ermittelnden Kommissar verspeiset? Jawollski: wie schon im vergangenen Jahr sollen die Besucher dieses Abends noch einmal Geschichten von diesem walisischen Schriftenhersteller hören, der Sohn norwegischer Eltern, die seinerzeit auswanderten, weil man ihnen in Norwegen die Gründung einer Madenfabrik verwehrt hatte. Man darf ihn nicht beim Namen nennen: nein, nein und nochmals nein, denn in unserer voll durchkontrollierten Welt wird der Vortrag von Geschichten jener Schriftsteller und auch Schriftstellerinnen, die noch nicht länger als fünfzig Jahre unter der Erdoberfläche ruhen, von den ihre literarischen Werke veröffentlichenden Verlagen nicht als Werbung für sie als auch für den jeweiligen Verlag gewertet, sondern mit der Zahlung von Lizenzgebühren in unglaublicher Höhe geahndet. Eingedenk dessen liegt es doch dem vortragenden Schlauspieler sehr nahe, sich Gedanken zu machen über andere Einnahmequellen anstelle der öffentlichen Vorlesungen von Texten vor nicht allzu langer Zeit Verstorbener*innen - und andere Menschen an solchen Überlegungen teilhaben zu lassen. Ganz im Maschmeyerschen Sinne, indem man erzählt, wie gesellschaftlich relevant beispielens die Gründung einer Madenfabrik sein könnte, wie der Beruf des Hunderennen-Zockers seinen Mann ernährt oder was man noch alles unternehmen kann als Unternehmer in dieser wundervollen Welt des merkantilen Primats, um reich, schön und mächtig zu werden (wie Onkel Maschmeyer zum Beispiel)... Es entspricht nicht der Wahrheit, schenkt man unseren Politecken und -kanten sowie den Mänädschern Glauben, daß laut Hobbes der Mensch von Natur aus schlecht ist und die Individuen ständig danach streben, ihren eigenen Nutzen zu maximieren und ergo nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Nein! Denn was beweist mehr Liebe zu den Menschen und dem Bedürfnis nach Befriedigung ihrer Bedürfnisse als die Gründung einer Madenfabrik?
Aber Schluß mit solchem Geschwätzle: die geneigten Zuhörer müssen das alles nicht ernst nehmen, sondern an diesem Abend nur genießen: Spannung, Spannung, Spannung!
Und schließlich trägt Franke auch wieder einige böswillige, ob ihrer Böswilligkeit jedoch lustige Gedichte zum Thema "...und andere Scheußlichkeiten" vor, mag sein von Ror Wolf (den darf man eigentlich ebenfalls nicht nennen!) oder auch anderen Lächerlingen, weil die auf seinen Lesungen immer wieder für heftiges Gelächter sorgen... Viel Vorfreudigkeit schon mal!

ACHTUNG! DER BEGINN IST BEREITS UM 19 UHR!
Der Eintritt beträgt 9 Euro, Vorbestellungen sind ratsam.

CHRIS KEYS in der ZONE

Liebe Musikfreunde,

am kommenden MONTAG, den 11. SEPTEMBER wird uns der nordirische Liedermacher CHRIS KEYS in der ZONE beehren. Zur Information über den Künstler mag der folgende Text, der mir aus gewöhnlich gut informierten Kreisen zugespielt wurde, dienen:

Soeben hat der preisgekrönte nordirische Singer-Songwriter CHRIS KEYS sein Debütalbum "Life in Motion" veröffentlicht. Es ist der Höhepunkt von zehn Jahren harter Arbeit und Investitionen in sein Talent. In vielerlei Hinsicht ist seine Arbeit ein Mikrokosmos seines Geburtslandes; es ist Kunst und Industrie, eine Mischung aus klassischem irischen Storytelling und Musikalität, versehen mit robuster, für einen Mann aus der nordirischen Provinz Ulster typischer Genügsamkeit und Arbeitsmoral.
Es ist nicht Keys‘ Sache, sich zurückzulehnen und sich auf seinen Lorbeeren ausruhen, sein Fokus geht immer einen Schritt voraus. Aber wenn er auf seine Vergangenheit blickt, gibt es dort schon viele Erfolge: Sein musikalisches Werk umfasst die EPs „New Day“ und „View from a Satellite“ und die jüngsten Singles „Tonight“, „You“, I’ll be Home“, „City Lights“ und – ganz neu – „Under the Streetlight“. Jeder Song offenbart die Stärken von Keys - sein geschultes Auge für eine Geschichte, seine Fähigkeit, die Geschichte in einen Text zu konvertieren, sein sensibles Ohr für eine Melodie und dann seine Sandpapier-sanfte Stimme. Immer erscheint mit einem Song auch ein professionell produziertes Video.
Natürlich erntet Keys viel Lob für seine Musik, nicht nur in seiner Heimat. Seine Musik wurde von Sendern in ganz Großbritannien, einschließlich der „Tom Robinson´s-Show" auf BBC 6 Radio, gespielt. Er hat mit einigen der größten Musiker seiner Heimat, aber auch mit internationalen Acts wie den Grammy-Preisträgern Nanci Griffith und Jim Lauderdale gespielt, zweien der größten Stars in Nashville. Überhaupt ist die Nashville-Verbindung stark: Keys sicherte sich dort unter anderem einen Auftritt im weltberühmten „Bluebird Café“. Damit stehen auch die USA auf der langen Liste von Ländern außerhalb von Nordirland und Großbritannien, wo Keys aufgetreten ist. Eine Reihe von Terminen in Kontinentaleuropa, besonders in Deutschland, hat ihn im vergangenen Jahr auch dort bekannter gemacht, und weitere Auftritte folgen nun in diesem Jahr – passend zum Erscheinen des Debütalbums.

Beginn der Veranstaltung ist um kurz nach acht, der Eintritt ist frei, es wird ausführlich Gelegenheit geben, den Künstler finanziell zu unterstützen.

David Nevory live at Zone, Bonn

Bald ist es soweit!
Am 3. September spielen wir endlich unser lang ersehntes Konzert in der legendären Bonner Altstadt-Kneipe.
Kommt vorbei und feiert mit! 🎉 🎸

Beginn: 20Uhr.
Eintritt frei.

If Rock'n'Roll is not enough

Liebe Musikfreunde,

am kommenden SONNTAG, den 27. AUGUST werden HB & THE RANDOM PLAYERS in der ZONE gastieren und uns mit erstklassigem Rock'n'Roll erfreuen. Hinter den Buchstaben „HB“ verbirgt sich HEINZ BERND HÖVELMANN, der sich uns weiland als Duopartner des Liederschmiedes Matthias Schüller präsentiert hat.
Diesmal geht’s um kernigen Rock'n'Roll, handgemacht und gerade nach vorne. Das Motto der Tour ist „If Rock'n'Roll is not enough“, Hits der einschlägigen Idole haben hierbei in neuer Bearbeitung genauso ihre Daseinsberechtigung, wie die zahlreichen Eigenkompositionen. Die Herangehensweise ist auf den Punkt, direkt und schnörkellos. Einfach und effektiv ist auch die Besetzung: Frontmann, Gitarrist und Sänger HB wird flankiert von Bassist Henrik Herzmann (auch etwas Gesang) und Schlagzeuger Tobias Sauter, der ebenfalls gelegentlich seine Stimme erheben mag.
Beginn ist mal wieder um kurz nach acht, wer früh kommt, hat eine Chance auf einen guten Platz, wer morgens um acht kommt, ist auf der sicheren Seite, sollte aber Zeit mitbringen. Wie immer ist der Eintritt frei, es wird ausreichend Gelegenheit geben, den Musikern finanzielle Kulturförderung zuteil werden zu lassen.

Also bis spätestens Sonntag,

Martin